Über meine Bilder

Am St.-Lukas-Institut für Bildende Kunst wurde sehr schnell klar, dass ich nicht übermäßig mit den Fähigkeiten beschenkt worden war, die üblicherweise mit einem westlichen Künstler in Verbindung gebracht werden. Ich mühte mich mit Aktzeichnungen ab und fühlte mich weder von Landschaftsmalerei noch von Stillleben in irgendeiner Weise angezogen. Dafür hatte ich aber einen leichten Zugang zur Welt der Farben. Ich war höchst sensibel für die energetischen Wirkungen von Farben und für die Kraft, die sie kompositorisch entfalten können.

Während meiner Jahre in Indien und meiner Reisen nach Sri Lanka, Thailand, Nepal und Tibet hatte ich mein Verständnis für Farben und Geometrie vertieft und ihre Beziehungen zu den Archetypen und zum Symbolhaften in der sakralen Kunst erforscht.
Im Grunde war es ausnahmslos der Prozess meiner Selbstentfaltung, der mich zu einem neuen und tiefen Verstehen führte. So haben alle meine Bilder eine biografische Komponente; es ist interessant, die unterschiedlichen Phasen meiner Kunst in diesem Kontext zu betrachten.
Ich hatte schon immer ein ausgeprägtes Interesse am Experimentieren mit verschiedenen Techniken, seien sie traditionell oder modern. Eigene Experimente in meinem Atelier führten zur Entwicklung ganz neuer Techniken.
In erster Linie benutze ich Acrylfarben von höchster Qualität. Leider ist der Markt von minderwertigen Acrylfarben überflutet, die die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten einschränken, weil der Farbemulsion viel billiges Füllmittel beigemischt wird. Ich lege aufeinanderfolgende Farbebenen an, wobei sich transparente Glasuren und deckende Farbelemente abwechseln. Durch diese übereinander aufgetragenen Schichten erhalten die Bilder eine immaterielle Tiefe – der ätherischen Farbintensität in der Glasmalerei nicht unähnlich –, als wären sie von einem zeitlosen, sakralen Leuchten durchdrungen. Daneben verwende ich gerne Blattgold, Holzkohle, Japanpapier oder Pigmente. Zu meinen Lieblingselementen gehören indische Bordüren, die ich oft in meine Arbeiten integriere.
Für die meisten Gemälde verwende ich belgische Leinwand, manchmal arbeite ich auch auf anderen Untergründen wie Hartholz oder handgeschöpftem Papier.
Meine besondere und ausgefeilte Maltechnik entwickele ich immer weiter, um die Entdeckungen darstellen zu können, die sich dem Menschen bei seiner Reise nach innen eröffnen. Bestrebungen, die Mysterien des menschlichen Seins künstlerisch auszudrücken, gibt es schon von alters her. Überall auf der Welt finden wir ihre Zeugnisse in Klöstern, Tempeln, Mysterienschulen und an heiligen Orten der unterschiedlichsten Kulturen. Diese Art von Kunst wurde nicht allein aus ästhetischen Gründen geschaffen. Häufig dient sie dazu, kosmologische und kosmografische Zusammenhänge darzustellen und vor allem die Göttliche Essenz in allem Seienden auszudrücken. Zugleich bildet sie die inneren Räume unseres eigenen Mikrokosmos und seine Aspekte ab. Diese Kunst hat das Potenzial, wie Spiegel oder Türen zu wirken, die den Zugang zu den unterschiedlichen Aspekten unseres eigenen Körper-Geistes erleichtern und die verschiedenen Ebenen des Bewusstseins reflektieren. In diesem Sinne sind sie sowohl wichtige Werkzeuge und Wegweiser auf dem spirituellen Weg als auch eine Quelle der Inspiration für die individuelle Suche eines Menschen. Es ist mein tiefer Wunsch, auf meine Art einen Beitrag zu dieser sakralen Kunst zu leisten.

Als Titel für meine künstlerische Arbeit habe ich 'Sacred Gates' gewählt, 'Sakrale Tore'. Meine Bilder verstehe ich als Einladung, sich in die eigenen verborgenen Dimensionen zu begeben und das große Mysterium, das wir Leben nennen, zu erforschen, so dass wir unser ganzes Potenzial entdecken und sich entfalten lassen können. Durch diesen alchimistischen Prozess wachsen unsere Liebe, unser Mitgefühl und unser Bewusstsein und wir werden so immer mehr zur Transformation dieser einzigartigen Erde in ein Lotusparadies beitragen.

Danke, Indien

Diese Kunstwerke sind von der Weisheit Indiens durchdrungen

Eine Tasse Buttertee

Diese Gemälde wurden durch die tibetische Mystik inspiriert

Das Kailash-Projekt

Das Triptychon ist dem Berg Kailash in Tibet gewidmet

Der Chakren-Weg

Diese Serie von sieben Chakra-Bildern wurde durch Haikus ergänzt

Gnade

Eindrücke von Gnade

Sakrale Spiegel

Kunstwerke die unser Wesen in Vollkommenheit spiegeln

Gebete

Gemälde mit Gebeten aus dem Herzen

Die Om-Serie

Erkundungen jenseits des gedanklich Fassbaren

Retrospektive

In dieser Zusammenstellung spiegelt sich die Entwicklung meiner Arbeit wider

© 2014 Socrates Geens

Alle Bilder können durch Anklicken in
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