Socrates Geens, Tibetan mandala with the 5 dhyani buddhas
Socrates Geens, Sacred gate with the seal of compassion
Socrates Geens, Sacred gate with seal of compassion, detail
Socrates Geens, Empowerment on the path of transformation

Dieses Bild ist Amoghasiddhi, einem der fünf Dhyani-Buddhas, gewidmet. Die fünf Buddhas der Weisheit repräsentieren die fünf verschiedenen Hauptaspekte Buddhas, dabei steht jeder von ihnen für eins der fünf Elemente. Amoghasiddhi, der mit dem Element Luft verbunden ist, verkörpert die hingebungsvolle und furchtlose Bereitschaft zur Transformation.
In der tibetischen Ikonografie ist Garuda, der geflügelte Mann, der lernbegierig immer höher und höher fliegt, sein Gefährt. Auf dem Bild wird Garuda durch die Flügel an den vier Seiten der Leinwand symbolisiert. Amoghasiddhis Symbol ist der Visvajra oder das doppelte Vajra. Das Vajra oder Dorje ist eines der bedeutendsten Ritualgegenstände im tibetischen Buddhismus. Das diamantene Zepter symbolisiert die höchste Einsicht und durchschneidet in seiner unzerstörbaren Kraft alles Leiden und alle Illusionen. Seine Darstellung enthält alle wesentlichen Elemente der tibetischen Kosmologie.
Auf diesem Bild habe ich den Visvajra mit einer Reihe von 9 x 12 Boddhisattva-Figuren umrahmt. In der östlichen Kosmologie versinnbildlicht die Zahl 108 das kosmische Bewusstsein. In diesem Sinne legen die Figuren für die Kraft des Amoghasiddhi Zeugnis ab und laden uns ein, den Weg der Transformation mutig zu beschreiten.

Empowerment on the path of transformation

Tibetan mandala with the five Dhyani Buddhas

Die fünf Dhyani-Buddhas sind ein wesentlicher Teil des tibetischen Buddhismus. Jeder dieser fünf Buddhas der Weisheit verkörpert einen anderen Aspekt oder eine andere Qualität des erleuchteten Bewusstseinszustands. Jeder von ihnen wird mit einem Element, mit einer Himmelsrichtung, einer Wurzelsilbe und vielem mehr in Verbindung gebracht. In diesem Sinne sind sie grundlegend für das Verständnis der tibetischen Kosmologie. Diese Kosmologie ist eine Art Landkarte des Universums, die gleichzeitig die unterschiedlichen Aspekte des Menschseins darstellt. Mikrokosmos und Makrokosmos spiegeln sich gegenseitig wider. Diese Mandalas wirken wie ein Spiegel und können uns auf diese Weise darin unterstützen, die unterschiedlichen Facetten unserer Wesensnatur zu entdecken.

Während des Entstehungsprozesses des Bildes habe ich mich entschieden, Gold und Holzkohle zu verwenden. Diese beiden Materialien symbolisieren den Prozess der Transformation: Holzkohle, die übrig bleibt, nachdem alles Unwesentliche verbrannt ist, und Gold, das Wahrheit und unser wahres Wesen veranschaulicht.

Socrates Geens, Secrets of tibetan meditation

Sacred gate with the seal of universal compassion

Dieses Bild spiegelt die Kraft des Avalokitesvara wider, der Verkörperung des universellen Mitgefühls. Avalokitesvara ist der dynamische Aspekt von Amitabha, einem der fünf Dhyani-Buddhas. Er ist die Verkörperung der höchsten Wahrheit und Ausdruck reiner Herzensgüte, die alles Leiden überwindet, indem sie die vielfältigen Gifte in Lebenselixier umwandelt. Es wird erzählt, dass tausend Arme aus dem Körper Avalokitesvaras herauswachsen, um zu helfen, wo immer es möglich ist.

Mein Bild zeigt eine Kombination aus dem buddhistischen Rad des Lebens und der Natur des Mitgefühls, wie es von Avalokitesvara verkörpert wird. Das Rad des Lebens klassifiziert die unterschiedlichen Inkarnationen der nicht erleuchteten Seinsformen. Auf der Achse werden traditionell die drei Aspekte abgebildet, die das Rad des Leidens unaufhörlich in Bewegung halten.

Auf meinem Bild sehen wir indes Avalokitesvara als den Träger des Lotos im Zentrum. Sein Mantra OM MANI PADME HUM ertönt fortwährend, um alle Aspekte und Ursachen des Leidens, wie sie im traditionellen Rad des Lebens dargestellt werden, zu überwinden. Im Hintergrund des Bildes sind die Silben des Mantras sowohl in der Blindenschrift Braille als auch in Gebärdensprache wiederholt. Dies war mein kreativer Weg, um die endlosen Bemühungen dieses erleuchteten Bodhisattvas darzustellen, all denjenigen tiefes Glück und Weisheit zu bringen, die spirituell blind und taub sind.

Secrets of tibetan meditation

Dies ist eines der Bilder, die durch meine Reise durch Tibet und mein leidenschaftliches Interesse an den yogischen Aspekten des tibetischen Buddhismus inspiriert wurden. Diese Arbeit beschäftigt sich im Besonderen mit einer Meditationstechnik namens "tummo", bei der innerliche Hitze erzeugt wird.
Der siebte Dalai Lama (1708–1757) hat diese Meditation so beschrieben:
Lebensenergien, seien sie durch innere oder äußere Handlungen erzeugt worden, werden in den zentralen Energiekanal geleitet, wo sie das mystische Feuer entzünden. (…). Das Licht dieses Feuers blitzt in hundert verschiedenen Richtungen auf und ruft die Segnungen der Buddhas herbei, grenzenlos wie das Element Raum.

Im Inneren des Körpers sind die Zentren der Chakren und die Hauptenergiekanäle dargestellt. Das tibetische Yoga benennt generell nur fünf Hauptzentren im Gegensatz zu den sieben Chakras im indischen Yoga. Jedes dieser fünf Chakras ist sowohl mit einem der fünf Dhyani-Buddhas verbunden als auch mit den unterschiedlichen Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft/Wind und Raum/Äther. Im Inneren der unterschiedlichen Chakren sieht man die traditionellen tibetischen Symbole dieser Elemente wie auch die fünf Dhyani Buddhas mit ihren jeweiligen Handgesten (Mudras).

Socrates Geens, Secrets of tibetan meditation, detail
Socrates Geens, Milarepa heart of light
Socrates Geens, Milarepa heart of light,detail

Milarepa's heart of light

Zu dieser Arbeit wurde ich durch ein Lied Milarepas inspiriert, dem beliebtesten Yogi Tibets aus dem 11. Jahrhundert. (Milarepa wird am unteren Bildrand so gezeigt, wie er in der traditionellen tibetischen Ikonografie dargestellt wird):

Lass andere in die Klöster gehen, um Lampen zu opfern.
Indem ich dem Yoga-Weg folge, entzünde ich die Butterlampe der eingeborenen Glückseligkeit,
die im eigenen Herzen verweilt.


Socrates Geens, Milarepa cave

Milarepa, der als größter tibetischer Yogi gilt, wurde um das Jahr 1000 geboren. Um seine misshandelte Familie zu rächen, schlug er zunächst den Weg der Magie ein. Später bereute er seine verwerflichen Taten inniglich und begann, sich auf die Suche nach einem Meister zu machen.

Nach einer langen Reise traf er in Marpa seinen wahren Lehrer. Nach vielen Entbehrungen wurde Milarepa in ein Retreat in den Himalaya geschickt, wo er über viele Jahre meditierend in abgelegenen und verborgenen Höhlen verbrachte. Seine hauptsächliche Nahrung bestand aus Brennnesseln, die er in der Nähe seiner Höhle fand. Sein einziger Besitz war ein Kochtopf, in dem er sich aus den Brennnesseln eine einfache Suppe zubereitete. Es wird erzählt, dass Milarepas Haut und Haare langsam einen grünlichen Schimmer bekamen. Deshalb wird Milarepa ikonografisch fast immer mit einem Kochtopf und einer grünlichen Hautfarbe dargestellt.

Den Kochtopf kann man auf dem Bild am unteren Rand des äußeren Quadrats finden, das die Körperebene symbolisiert. Der Kochtopf mit der Brennnesselsuppe gewährleistet die Versorgung mit körperlicher Nahrung. Im inneren Quadrat sehen wir, umgeben von Licht, den meditierenden Milarepa. Oben auf dieser inneren Höhle findet sich ein kleines Om-Zeichen, das die spirituelle Nahrung für sein inneres Wesen repräsentiert. Je tiefer wir in das Innere der Höhle hineingehen, desto mehr Licht breitet sich aus. Milarepa selbst ist die Quelle.

Milarepa's cave


Socrates Geens, Empowerment path transformation, detail
Socrates Geens, Empowerment path transformation, detail
Sacred gate with the seal
of universal compassion
95 x 70 cm
Tibetan mandala with the
five Dhyani Buddhas
70 x 80 cm
Secrets of tibetan meditation
125 x 160 cm
60 x 80 cm
Milarepa's cave
100 x 120 cm
Milarepa's heart of light
100 x 120 cm
Empowerment on the path
of transformation

Ermutigung auf dem Weg der Transformation

Die sakrale Pforte mit dem Siegel des universellen Mitgefühls

Tibetisches Mandala mit den fünf Dhyani-Buddhas

Geheimnisse der tibetischen Meditation

Milarepas leuchtendes Herz

Milarepas Höhle

© 2014 Socrates Geens

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